Radtour von Passau nach Wien – Tag 4 (14.10.17)

Nach einem ausgiebigen und guten Frühstück vom Buffet geht es auf die nächste Etappe. Sie wird mich durch die Wachau führen, worauf ich mich schon sehr freue. Ist sicher eine der schönsten Gegenden hier am Donauradweg.

Kurz nach zehn Uhr lege ich in Marbach los. Vom Wirt erfahre ich noch, dass sein Landgasthof „Zur schönen Wienerin“ diesen Namen schon seit über 100 Jahre trägt und nicht etwa nach seiner Gattin benannt ist, denn die stammt aus Marbach. Hübsch ist seine Frau aber trotzdem.

Stift Melk

Ich habe es nicht eilig, da ich ja entgegen meiner Planung zehn Kilometer weiter bin. Gemächlich radle ich dahin. Kurz nach Pöchlarn taucht auch schon die Silhouette des Stifts Melk am rechten Donauufer auf und markiert den Eingang zur Wachau. Die Landschaft verändert sich jetzt schnell. Am linken Donauufer säumen ausgedehnte Weingärten die steilen Südhänge der Wachau im prallen Sonnenlicht. Die Ernte ist bereits vorbei und es lockt ein Heuriger neben dem anderen zur Einkehr.

Burgruine Aggstein

Ich radle aber weiter, vorbei an der hoch am Berg thronenden Burgruine Aggstein, die das Donautal zu bewachen scheint. Der Weg führt meist etwas abseits der lauten Bundesstraße durch die verträumten kleinen Weindörfer. Es ist Wochenende, es herrscht Kaiserwetter. Deshalb sind auch  sehr viele Tagesausflügler zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs. Die Lokale entlang des Weges sind alle schon gut besucht.

Nach den Orten Spitz, St. Michael und Wösendorf erreiche ich Weißenkirchen. Dort beabsichtige ich in der Heurigenschenke Mang eine Rast einzulegen. Ich kenne die Wirtschaft von früheren Besuchen und liebe den großen Gastgarten. Ich kaufe mir eine große Traubensaftschorle und geniesse die wärmenden Sonnenstrahlen.

Weiter geht es über das malerische Dürnstein mit seiner Burgruine, wo der englische König Richard Löwenherz, der vom dritten Kreuzzug heimkehrte, von Dezember 1192 bis März 1193 gefangen gehalten wurde. Bald erreiche ich Krems, mein heutiges Tagesziel, und die Wachau liegt hinter mir. Eigentlich wäre damit die heutige Etappe geschafft, aber die Stadt gefällt mir nicht. Zu sehr Großstadt, nicht mein Ding. Ich fühle mich noch fit und beschliesse weiter zu fahren. Der Weg führt jetzt lange entlang des Flusses Krems durch häßliche Industriegebiete, bis endlich wieder das Donauufer erreicht ist.

Es werden dann nochmal 21 Kilometer bis Altenwörth, wo ich ein Privatzimmer für 26 Euro incl. Frühstück finde. Mein heutiger Kilometerstand von 274 Kilometern sagt mir, dass die heutige Etappe 76 Kilometer lang war.

Dieser Beitrag wurde unter Radfahren abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.