Wettersatellitenempfang – the next level

Der Empfang der Wettersatelliten auf 137 MHz ist ja ganz nett. Aber die amerikanischen NOAA-Satelliten mit einer Auflösung von vier Kilometern pro Pixel im veralteten analogen APT (Automatic Picture Transmission) Format sowie der russische Meteor-MN2, der als einziger zwar digital und mit einer Auflösung von 1 Kilometer pro Pixel sendet, war mir dann doch zu wenig. Außerdem hat der Meteor pro Überflug mindestens einmal eine von ihm verursachte Bildstörung, was sich in einem breiteren schwarzen Streifen bemerkbar macht.

Also beschloss ich aufzurüsten. Die Lösung ist der Empfang auf 1700 MHz. Da senden auch die NOAA Satelliten mit einer Auflösung von einem Kilometer pro Pixel. Dazu gibt es dann noch drei europäische Wettersatelliten (Metop-A/B/C) und zwei chinesische Satelliten (FengYun-B/C). Seit dem erfolgreichen Start eines weiteren russischen Satelliten (Meteor-MN2-2) am 5. Juli kann ich jetzt Bilder von 10 Satelliten empfangen. Da muss ich manchmal schon entscheiden, von welchem ich gerade empfangen will, denn die Überflüge konzentrieren sich ungefähr auf die Zeit zwischen neun und zwölf Uhr, sowie dann ab 15 Uhr am Nachmittag.

Der Empfang auf dieser Frequenz ist aber nicht ganz so trivial wie auf 137 MHz. Nicht nur wegen der hohen Frequenz, es braucht auch eine Parabolantenne, die den Satelliten verfolgen kann. Dazu einen exzellenten Vorverstärker und noch vieles mehr. Hier ein paar Bilder der notwendigen Hardware:

Für den Aufwand wird man dann aber auch mit sehr beeindruckenden Bildern belohnt:

Seit wenigen Tagen liefert auch der neue russische Satellite Meteor-MN2-2 schöne Bilder:

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6 Antworten zu Wettersatellitenempfang – the next level

  1. Matthias schreibt:

    Hallo Gerhard,
    deine Empfangsergebnisse sind echt beeindruckend. Welche Sorte Koaxialkabel (bei welcher Gesamtlänge) benutzt du für deine Empfangspraxis?
    VG Matthias

    • 51steppenwolf schreibt:

      Hallo Matthias,
      ich verwende 15 Meter Aircell 7 Kabel und dann noch mal so ca. 1,5 Meter RG58U um ins Haus zu kommen.
      VG Gerhard
      PS.: aktuelle Bilder gibts täglich auf meinem Twitter Account: @GerhardSchweiz1

  2. Matthias Hartmann schreibt:

    Hallo Gerhard,
    auf deinen Fotos kann ich zwar nichts derartiges erkennen, dennoch eine kurze Frage: Arbeitest du mit Gegengewichten, um den Rotor zu entlasten? Wie sind da so die Empfehlungen bei einer Schüssel von 120 cm?
    VG Matthias

    • 51steppenwolf schreibt:

      Wie ich schon auf Twitter sagte keine Gegengewichte weil der SPID 30 kg tragen kann. Vielleicht verlängert es das Leben von Getriebe und Motor wenn mann Gegengewichte verwendet aber meine Schüssel hat nur ungefähr 12 kg so das ich darauf verzichte.
      VG Gerhard

  3. Matthias Hartmann schreibt:

    Auf Twitter schreibst du, dass du einen DIY LNA verwendest. Ich verstehe es so, dass dieser relativ weit hinten in der Signalkette (kurz vor deinem Receiver) dazwischengeschaltet ist. Warum das? Ist es nicht sinnvoller, diesen direkt hinter dem Sawbird zu verwenden? Warum benötigst du diesen überhaupt? Reicht der Sawbird nicht aus?
    VG Matthias

  4. 51steppenwolf schreibt:

    Ja der DIY LNA ist kurz vor dem Receiver. Eigentlich bräuchte es ihn nicht, das hat aber historische Gründe das er da ist. Signal hab ich mehr als genug und den SNR macht ja hauptsächlich die Antenne. Direkt hinter den Sawbird geht nicht weil der über das Koaxkabel mit Spannung versorgt wird.
    VG Gerhard

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