3-Tages Rundreise – Tag 3 Kelheim

Am Sonntag trennten sich unsere Wege wieder. Nachdem Frühstück fuhr Sabines Vater mit seiner Frau wieder in die Heimat Richtung Norden, wir fuhren über Passau und Deggendorf nach Kelheim, um dort die Befreiungshalle zu besichtigen. Dies ist ein Denkmal auf dem Michelsberg oberhalb der Stadt Kelheim in Niederbayern, ein Monumentalbau von unglaublicher Größe:

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Errichtet wurde die Befreiungshalle in den Jahren 1842 bis 1856 im Andenken an die gewonnenen Schlachten gegen Napoleon während der Befreiungskriege in den Jahren von 1813 bis 1815. Auftraggeber des Baus war König Ludwig I. von Bayern.

Auf die obere innere Galerie sowie auf die äußere Galerie gelangt man nur über eine enge Wendeltreppe mit 165 Stufen. Ich musste etwas überlegen, ob ich mir diesen Anstieg zutrauen würde. Dann habe ich es aber gewagt und bin mit einem Wahnsinns-Ausblick über Kelheim und dem Donaudurchbruch „Weltenburger Enge“ belohnt worden.

Als nächstes hatten wir das Kloster Weltenburg auf unserem Programm. Wir freuten uns auf den zünftigen Kloster-Biergarten mit dem entsprechenden Angebot, denn langsam begannen unsere Mägen mal wieder zu knurren. Ca. 600 m vor dem Kloster gibt es einen großen Parkplatz, weiter heran kommt man mit dem Auto nicht. Wir hatten aber die Gelegenheit, mit dem Shuttle-Service zu fahren und wurden direkt im Klosterhof abgesetzt. Der Biergarten dort war bis auf den letzten Platz gefüllt. Doch wir hatten Glück und ergatterten noch zwei schöne Plätze. Aus den vielen angebotenen Schmankerln wählte ich einen Presssack mit Zwiebeln. Das erschien mir bei der Hitze das Richtige. Dazu gab es gutes dunkles Klosterbier.

Als wir das erledigt hatten, begaben wir uns ans Donauufer. Wenige Meter vom Kloster entfernt fahren Passagierschiffe nach Kelheim und wieder zurück, damit man den Donaudurchbruch bestaunen kann. Leider waren die Schiffe an diesem Sonntag ziemlich überfüllt und wir hatten keine Lust uns da noch dazwischen zu drängen. Wir beschlossen, diese Fahrt in der nahen Zukunft – vielleicht an einem Wochentag – zu unternehmen.

So schön es auch war,  langsam mussten wir uns auf den Heimweg machen. Wir hatten ja doch noch ein Stück Weg vor uns. Wir fuhren durch einige Dörfer, unter anderem durch Abensdorf. Als wir um eine Kurve im Dorf bogen, traute ich meinen Augen nicht. Mitten im Ort stand im Zentrum eines Biergartens ein Turm, von dem ich sicher war, dass er von dem österreichischen Künstler Hundertwasser entworfen wurde. Doch der lebte ja schon einiger Zeit nicht mehr, wie soll das also gehen? Die Lösung des Rätsels fanden wir auf einem Schild. Es war ein Architekturprojekt des Wiener Architekten Peter Pelikan. Dieser baut im Stile von Hundertwasser. Errichtet wurde das alles im Auftrag der  Weissbier-Brauerei Kuchlbauer.

Die Zeit drängte mittlerweile, den Heimweg fortzusetzen, aber wir nutzten die Gelegenheit, in der Brauerei einen Träger mit einer Auswahl der hergestellten Biere zu kaufen.

Auf der Weiterfahrt dachte ich nach, welch unglaubliche Bauwerke es in Deutschland gibt. Man braucht nicht nach Rom oder Paris zu reisen, es genügt eine Reise in den bayerischen Wald. Dies war unser letzter Ausflugstag und wahrscheinlich der schönste der drei Tage.

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