Back home (24.09.11)

Am Freitag, nach der Ankunft im Heimathafen saß ich noch mit den Schiffseignern im Hafencafe. Ein kühles Bier, ein paar nette Gespräche und dazu das Hafenkino, wenn die Schiffe zurückkommen. Wenn man da so entspannt sitzt, den anderen Skippern beim Anlegen zusieht, läßt es sich herrlich über deren Anlegemanöver lästern. Man kann das ja alles viel besser…

Ich habe für abends im „O Lume“ reserviert. Sehr gutes Essen, guter mallorquinischer Wein und auch der Preis ist vollkommen in Ordnung. Ich hatte gegrillte Calamares als Vorspeise, Seeteufelfilet als Hauptspeise und einen Espresso mit Grappa zum Abschluß. Alles war sehr gut. Werner, Ralf und ich sind anschließend in Toni’s Bar am Hafen gegangen.  Dort war wieder mal Elvis-Abend mit Live-Musik. Was soll ich sagen? Wir hatten viel Spaß, und ich bin um 01:00 Uhr in meine Koje.  Das wäre ja nicht das Problem gewesen, aber um 05:00 Uhr hat mich dieses blöde Handy wieder aus dem Schlaf geholt. Die Sachen waren ja schon gepackt, aber es war noch dunkel mit leichtem Nieselregen und einem Kopf… Ich habe mich durch die Nacht gekämpft Richtung Hotel Daina, den Abholplatz des Bus Shuttles, der mich zum Flughafen bringen soll. An die Fahrt nach Palma kann ich mich nicht erinnern, ich bin sofort eingeschlafen. Am Flughafen im Halbschlaf nur das Gepäck auf das Band geschmissen, um dann in der Wartehalle weiterzuschlafen.

Ich hatte meinen Platz im Flugzeug reserviert, also einsteigen und hinsetzen. Dann begann diese Sitzplatztauscherei vor dem Abflug. Das macht mich fertig, jedes Mal. „Stewardess, könnte ich nicht da sitzen?“ „Meine Frau und die Kinder sitzen dort, ich würde gerne bei ihnen sitzen. Kann ich mit ihnen tauschen?“  „Wollen sie  durchrücken?“ Aber Hallo? Ich habe reserviert und dafür 10 Euro bezahlt, geht’s noch? Dazu brüllten noch irgendwelche Kleinkinder, was die Lunge hergibt. Meine Laune erreichte einen absoluten Tiefstpunkt. Ich schlief aber kurz nach dem Abheben wieder ein und war froh, dass diese Bande auf den hinteren Plätzen bei der Landung in München nicht auch noch applaudierte! Das war nämlich zu befürchten, da ich einige mit T-Shirts wie: „Total besoffen!“, „Scheiß auf alle, wir fahren nach Malle!“, „Auf zur letzten Hasenjagd!“ und ähnlichen tiefgründigen Sprüchen aus dem Augenwinkel gesehen habe.

Um 11:30 war ich dann wieder glücklich daheim. Es gibt ja Menschen, die sich nicht so darüber freuen, wenn sie wieder heimkommen. Ich persönlich fahre sehr gerne weg, hinaus in die weite Welt, wenn man es so nennen will, aber ich liebe es, auch wieder heimzukommen. So gerne ich unterwegs bin und etwas erlebe, so gerne komme ich wieder heim. Sitze dann da und mir fehlt nichts mehr zum Glück.

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