Herbsttage

Viele meiner Bekannten erzählen mir, dass der Herbst so schön wäre. Es stimmt ja auch in gewisser Weise: Die tollen Farben der sich verfärbenden Blätter, das veränderte Licht durch die tiefer stehende Sonne. Und die Mittagswärme, über die man sich noch freut. Für mich war der Herbst aber auch immer das beginnende Ende. Das Ende des Sommers, vielleicht auch das Ende des Lebens. Deswegen habe ich den Herbst auch schon in meinen jungen Jahren nicht sehr gemocht. Es hat mich traurig gestimmt.

Die Tage seit meiner Rückkehr aus Mallorca habe ich am See verbracht. Es waren schöne Tage. Denn der Herbst hat auch den Vorteil, dass kaum noch Menschen am See sind. Die dichten Herbstnebel haben sich teilweise bis mittags gehalten, dann aber war herrlicher Sonnenschein. Abends habe ich den Sonnenuntergang bei einem Glas spanischen Rotwein von meinem Schiff aus genossen. Wie weit im Süden die Sonne jetzt untergeht. Man sollte auf solche Dinge mal achten. Die Natur bewußter wahrnehmen. In der darauffolgenden Dämmerung habe ich Spaziergänge am Ufer entlang unternommen. Manchmal blieb ich stehen und blickte auf den ruhigen See hinaus, dann betrachtete ich wieder ein kleines Bächlein, das irgendwo hervorsprang und sich seinen Weg bahnte. Bei dem alten Bootshaus drehte ich um. Hier war mal eine Surfschule. Muß eine wilde Zeit gewesen sein, ich kenne die Geschichten von meinem Freund Werner. Als ich dann so vor der Hütte stand, die mittlerweile ziemlich heruntergekommen ist, konnte ich mir gut vorstellen, wie es damals so war hier…

Zum Segeln bin ich die Tage nicht rausgegangen, obwohl gestern und heute guter Wind war. Das hole ich ab Samstag mit meinem älteren Sohn Sebastian nach. Ich habe dafür vieles am Boot gemacht. Viele kleine Dinge, aber alle sehr wichtig. Für mich sehr wichtig.

Und jetzt freue ich mich auf morgen, auf meinen Flug mit der JU-52, den ich von meinen Kollegen zum Abschied geschenkt bekommen habe. Darüber wird  es natürlich einen langen Bericht und viele Fotos geben.

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