Radtour um den Plattensee – Tag 2

Gegen 8:30 Uhr machte ich mich von meinem Quartier, der Bierapotheke in Badacsonytomaj, auf den Weg. Die morgendliche Luft war recht kühl und ich musste mich warm anziehen. Erst gegen Mittag wurde es durch die Sonne deutlich wärmer.

Zuerst ging es etwas oberhalb des Sees auf einer wenig befahrenen Straße rund um den Berg Badacsony, mitten durch große Weingärten.  Am Ende von Badacsonytördemic bog ich links ab und es ging auf einer Kopfsteinpflasterstraße nach unten Richtung See. Bis zum See kam man aber nicht, denn der Radweg führte hinter dem nächsten Vulkanhügel, dem Szigliget, vorbei.

Erst kurz nach Balatonederics näherte sich der Radweg wieder dem Seeufer und man bekam den einen oder anderen schönen Ausblick über den See.

Jetzt führte der Radweg durchwegs durch ebenes Gebiet. Die Hügel lagen hinter mir und das empfand ich schon ganz angenehm. Auch ging heute kaum Wind. Leider ist es am Plattensee wie an vielen anderen Seen auch: Die Ufer sind mit Privathäusern zugebaut und man kommt nur an einzelnen öffentlichen Stellen ans Ufer. Auch die etlichen Strandbäder nutzen wenig, denn Anfang Oktober sind sie sowieso schon geschlossen, und wäre es nicht so gewesen, bezahle ich keinen Eintritt, nur um den See sehen zu können. In Balatonfenyves gibt es einen größeren Yachthafen und eine schöne Strandpromenade, wo ich eine kleine Rast einlegte.

Ungefähr fünf Kilometer vor Fonyód fand ich eine geöffnete Strandbar, wo ich anhielt und mir etwas zu Essen kaufte. Ich kam mit einem deutschen Ehepaar ins Gespräch, die in Fonyód ein Haus besaßen und mehrere Monate im Jahr hier verbrachten. Ich erfuhr wieder einiges über Land und Leute. Auch dass der Balaton nur zwei bis drei Meter tief ist und er im Winter öfter mal zufriert, fand ich interessant. Der nahegelegene Hafen in Balatonfenyves wird wohl im Winter mit Warmwasser beheizt, damit er nicht zufriert und die Schiffe so im Wasser bleiben können. Kurios. Die Dame sprach außerdem ausgezeichnet ungarisch. Ich bewundere das, denn Ungarisch soll sehr schwer zu erlernen sein.

Nach dieser Mahlzeit machte ich mich auf die letzten Kilometer nach Balatonboglár, meinem heutigen Ziel. Nach Fonyód waren noch acht Kilometer zu bewältigen. Leider fand ich meine Ferienwohnung nicht gleich und bin so sinnlos zweimal einen Berg rauf und runter gefahren. Der Kilometerstand heute 155,7 Kilometer. Das entspricht einer Tagesetappe von 78,3 Kilometer. Damit war ich mit meinen Tagesetappen etwas im Plus, so das es morgen ein klein wenig kürzer werden könnte.

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