Der Drauradweg – Tag 1 – Silian bis Dellach

Nachdem ich mein Auto auf einem öffentlichen Parkplatz in Silian, nur wenige Meter vom Drauradweg entfernt geparkt hatte, montierte ich die Packtaschen aufs Rad, sperrte das Auto ab und begab mich auf den Radweg R1. Die ersten 30 Kilometer bis Lienz wiesen einen Höhenunterschied von ca. 440 Meter auf, was dazu führte, dass ich fast nicht treten musste. Die Drau ist in diesem Abschnitt noch ein junger, wilder Fluss, der sich seinen Weg durch das schmale Pustertal bahnt. Die steilen Hänge  sind dicht bewaldet oder mit üppigen Wiesen überzogen. Weithin überragen die schroffen, bizzaren Felsen der Lienzer Dolomiten die Landschaft. Früher herrschten hier die Grafen von Görz, und Schloss Hainfels zeugt noch heute von ihrer Herrschaft.

Nach der Talenge bei der Galitzenklamm öffnet sich das Tal in das Lienzer Becken. Lienz ist die Hauptstadt Osttirols. Hier fließen Isel und Drau zusammen, wodurch die Drau einiges an Größe gewinnt.  Die Lienzer Dolomiten sind von hier aus besonders schön zu sehen.

Blick ins Pustertal – Lienzer Dolomiten

Weiter ging es entlang der Drau, jetzt ist das Gefälle nicht mehr so stark und ich musste wieder ganz normal in die Pedale treten. In dieser Ebene gründeten schon die Illyrer eine Siedlung, die von den Römer zur Stadt Auguntum ausgebaut wurde.  Der schöne Radweg führt weiter entlang der Drau. In der Nähe von Oberpirkach begrüßte mich ein riesiges Schild im Bundesland Kärnten. Genau an dieser Stelle endet auch der asphaltierte Radweg. Fand ich irgendwie witzig. Ab da ging es größtenteils weiter auf Kieswegen. Bald erreichte ich Oberdrauburg. Hier legte ich eine Rast in einem Imbiss direkt an der Drau ein. Ich bestellte mir eine Bosna und einen Radler, was beides sehr gut schmeckte. Ich hatte jetzt ja nur mehr ca. 10 Kilometer auf meiner heutigen Etappe vor mir.

Nach dieser kleinen Pause verspürte ich auf der Weiterfahrt ein bisschen Müdigkeit, naja essen und ein Radler, das merkt man schon. Kurz nach dem Bahnhof Oberdrauburg war leider die Bahnunterführung überflutet und ich musste eine Umleitung über den Ort Simmerlach fahren. Erst in Pötschling ging es wieder zurück auf den R1 Radweg. Eine ordentliche Bergetappe zum Abschluss. Bald erreichte ich Dellach, nun noch etwas über einen Kilometer ins Dorf und ich hatte mein Ziel, den Gasthof Waldhof, nach 64 Kilometern erreicht. Hier noch der Blick aus meinem Zimmerfenster am Abend:

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