Prag II – 11.4. – Tag 3

Für diesen Tag hatte ich mir vorgenommen, endlich einmal den Fernsehturm zu besichtigen. Ich fuhr von der Haltestelle Albertov mit der 24 bis zur Haltestelle Lazarská, wo ich in die Linie 9 umstieg, mit der ich zur Haltestelle Lipanská fuhr. Von dort ist es noch ein Fußweg von 800 Meter bis zum Fernsehturm, streckenweise aber steil bergauf. Prag ist sehr hügelig, mehr noch als Rom, finde ich. An der letzten Ecke kam ich an einem Gasthaus vorbei, aus dem es sehr gut duftete und das gerade einige Arbeiter betraten. Alles in allem ein gutes Zeichen. Vielleicht etwas für den Rückweg, dachte ich mir.

Prags Fernsehturm hat eine Gesamthöhe von 216 Metern. Es ist das höchste Gebäude und auch die höchste Aussichtsplattform in Tschechien und wurde von 1985 – 1992 gebaut. Der Bau wurde von VirtualTourist.com zum zweithässlichsten Gebäude der Welt gewählt. Über Geschmack kann man ja bekanntlich köstlich streiten, aber auch die Prager selbst sind nicht alle glücklich mit dem Bauwerk.

In den unteren Außenkabinen befindet sich ein Restaurant, in den mittleren die Aussichtsplattform, zu der ich hochfuhr. Man hat wirklich einen schönen Rundblick über die Stadt. In den Kabinen finden sich Sitzgelegenheiten, sodass man den Ausblick in Ruhe genießen kann. Ich hatte Glück mit dem Wetter; wenig Dunst in der Luft ermöglichte eine gute Fernsicht.

Am Weg zurück konnte ich an dem Gasthaus U Mariánského obrazu nicht vorbeigehen. Ein richtig schönes Gasthaus. Ich bestellte mir ein Rindsgulasch mit Knödeln. Eine ausgezeichnete Wahl hatte ich da getroffen. Für 100 Kronen ( 4 Euro ) wurde ich ordentlich satt und es hat auch ausgezeichnet geschmeckt. Statt einem guten Bier habe ich leider nur eine Cola dazu getrunken, ich hatte ja noch einiges vor und da konnte ich Müdigkeit und schwere Beine nicht gebrauchen.

Kafka Museum

Ich schlenderte wieder zurück zur Straßenbahnhaltestelle, nahm diesmal aber die Linie 15 um zur Haltestelle Malostranská zu gelangen. Die fährt schön durch die Stadt und zum Schluss noch zwei lange Stationen an der Moldau lang. Von der Haltestelle aus ging ich Richtung Karlsbrücke. Auf halben Weg kommt man am Franz Kafka Museum in der vorbei, welches ich besuchte. Es ist alles sehr düster gehalten, teilweise kann man die Exponate kaum erkennen. Ein Besucher hantierte sogar mit seinem Handylicht um etwas erkennen zu können. War nicht so ganz mein Ding, aber als Kafka Fan musste ich die Ausstellung sehen.

Weiter ging es unter der Karlsbrücke durch auf die Kampa. Kampa ist eine 2,65 ha große Insel in der Moldau. Sie wird im Westen durch den künstlichen Seitenkanal Čertovka (Teufelsbach) von der Prager Kleinseite getrennt. Kampa ist eine künstliche Insel, die entstand, als die Čertovka angelegt wurde, die viele Jahrhunderte als Mühlbach genutzt wurde. Heute existieren noch zwei hölzerne Mühlen. Das große Mühlenrad gehörte der ehemaligen Großprior-Mühle und stammt vermutlich aus dem Jahr 1400. Ich setzte mich auf eine Bank am Ufer und genoss den herrlichen Blick auf die Karlsbrücke und die Altstädter Seite.

Den Abend lies ich bei einem guten Bier am Moldauufer ausklingen. Es ist heute mein letzter Tag, morgen geht es leider wieder nach Hause.

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