Prag – Tag 2

Heute habe ich erst mal ausgeschlafen. Gestern war doch anstrengend, und es läuft mir ja nichts davon. Für den Weg zur Haltestelle Výtoň an der Moldau versuchte ich heute den anderen möglichen Weg. Aus dem Haus, dann nach links und nach 100 Metern unter der Bahn durch, dann wieder links in die Na Slupi, wo zur Zeit gerade neue Straßenbahngleise verlegt werden. Ich sehe alles mögliche, das nützlich erscheint. Es gibt unweit eine LIDL-Filiale, einen Altglascontainer, eine Bäckerei und eine Trafik (Tabakladen) für Briefmarken. Alles nützliche Dinge, wenn man nicht im Hotel residiert.

Mein weiterer Weg führt mich vorbei am aufgelassenen Bahnhof Prag-Vyšehrad, der leider verfällt.

An der Haltestelle Výtoň angekommen brauche ich nicht lange zu warten, um eine Tram zu besteigen. Es ist die 18 und sie bringt mich zum Nationaltheater mit seinem goldenen Dach an der Moldau. Warum dieses Ziel als erstes? Einfach Zufall, die erste Tram, die kommt, fährt dorthin und ich nehme sie. Ich erkunde gleich die Brücke Most Legií (Legions‘ Bridge) und erfreue mich an dem Blick von der Mitte der Brücke auf das Nationaltheater.

Von hier aus ist auch die Karlsbrücke schön zu sehen und so beschließe ich, diese als nächstes zu erkunden. Die Karlsbrücke ist eine im 14. Jahrhundert errichtete Brücke über die Moldau, die die Altstadt mit der Kleinseite verbindet. Ich gehe an der Moldau entlang und die Menschenmengen wachsen langsam an. An der Brücke angekommen bin ich mitten in den Touristenmassen. Unglaublich, welche Menge von Menschen hier unterwegs ist. Es nützt aber nichts. Ich kämpfe mich durch die Massen ans andere Ufer der Moldau. Ich will die schönen Statuen entlang der Brücke bewundern, leider stören die wunderbare Architektur die alle paar Meter stehenden kleinen Stände, die irgendeinen Mist anbieten, den kein Mensch braucht. Ich glaube, am besten wäre es im Winter bei Schneefall hierher zu kommen. Trotzdem – die Brücke ist einfach unglaublich schön. Die Brückentürme auf der Kleinseite kann man besteigen, was ich auch mache. Es geht auf steilen Treppen wie in einem Kirchturm nach oben. Man wird für die Anstrengung aber mit einem unglaublich schönen Blick über die Altstadt belohnt.

Nach dieser Anstrengung gönne ich mir eine Kleinigkeit zu essen. Im Anschluss geht es wieder zurück über die Karlsbrücke und entlang der Moldau wieder Richtung Nationaltheater.

Auf halben Weg wird eine 50-minütige Schifffahrt auf der Moldau angeboten. Das Angebot sagt mir zu und ich erwerbe ein Ticket. Ich muss zwar fast eine dreiviertel Stunde bis zur Abfahrt warten, vertreibe mir aber die Zeit auf einer Bank direkt am Moldau-Ufer. Die Rundfahrt gefällt mir sehr gut, denn sie gewährt mir einen anderen Blick auf die Stadt. Wir sehen zwei Wassertürme der Wasserwerke, aber auch das tanzende Haus mit einer sehr interessanten Architektur. Das Schiff befährt den Teil der Moldau südlich der Karlsbrücke.

Danach bin ich mit dem heute gesehenen zufrieden und mache mich auf den Heimweg. Das Gesehene und Erlebte möchte ja auch verarbeitet werden.

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