Prag – Tag 1 – Die Anreise

Meine Reise nach Prag beginnt um 9:50 Uhr am S-Bahnhof in Riem. Bei leichtem Regen und kühlen 12 Grad Außentemperatur ist meine Stimmung eher schlecht. Natürlich wollte ich die Reise, aber im Moment überwiegt die Unsicherheit, was da auf mich zukommt, nicht zuletzt wegen des Wetters.

Um 11:00 Uhr startet meine Weiterfahrt nach Prag mit dem FlixBus vom ZOB an der Hackerbrücke in München. Der Bus ist gut ausgebucht, ich habe aber trotzdem zwei Plätze für mich alleine erobert. Vielleicht habe ich die anderen Fahrgäste zu böse angeblickt, dass sich keiner zu mir setzen wollte. Nachdem wir die Holledau passiert haben, lässt der Regen langsam nach. Damit bessert sich auch meine Stimmung langsam und ich beginne mich auf Prag zu freuen.

Um 14 Uhr überfahren wir die Grenze in die Tschechische Republik. Ich bin das erste Mal in meinem Leben in diesem Land, obwohl es von Wien aus, wo ich meine Jugend verbracht habe, nur ungefähr 80 km entfernt ist. Aber in meiner Jugendzeit regierte halt der Kommunismus und da war eine Reise dahin nicht so einfach.

Seit der Landesgrenze beobachte ich die Landschaft. Im Vergleich zur Oberpfalz hat sich wenig geändert. Entlang der Autobahn entdecke ich nur wenige Orte. Erst um 14:40 Uhr fahren wir an einer größeren Stadt vorbei. Es ist Pilsen, und ich denke unwillkürlich an ein kühles Blondes. Das gibt es aber im Bus leider nicht und so muss ich mich noch etwas gedulden.

Genau nach Fahrplan erreichen wir um 15:40 Uhr Prag Hauptbahnhof. Eigentlich wollte ich die rund 2,5 km bis zur Unterkunft zu Fuß gehen. Da ich bereits festgestellt habe, dass Prag eine sehr hügelige Stadt ist, gehe ich nur bis zum Nationalmuseum und dann den Wenzelsplatz runter. Dort nehme ich die Tram Nr. 3 und fahre bis zur Haltestelle Výtoň an der Moldau. Von dort sind es nur ca. 450 Meter bis zu meiner Wohnung, dann noch vier Stockwerke mit meinem schweren Rucksack bewältigen und ich habe es geschafft. Ich stehe in der mir zur Verfügung gestellten Wohnung und bin überwältigt. Die Wohnung ist einfach nur toll. Nachdem ich mich mit den Räumlichkeiten vertraut gemacht habe, packe ich meinen Rucksack aus und lasse mich erstmal mit ausgestreckten Beinen auf der Couch im Wohnzimmer nieder.

Bei meiner Ankunft an der Haltestelle Výtoň habe ich gesehen, dass am Moldau-Ufer einiges los ist. Da ich jetzt auch Hunger verspüre, will ich nochmal dorthin. Ich träume von herrlichen Fett tropfenden Bratwürsten. Das wäre doch jetzt noch ein schöner Abschluss des Tages. Also raffe ich mich nochmal auf und mache mich auf den Weg. An der Moldau angekommen, freue mich schon auf das, was mich erwartet. Es spielt auch eine Band und die Stimmung ist sehr ausgelassen. Als ich an den ersten Ständen vorbeigewandelt bin, musste ich mit Entsetzen feststellen, dass es hier um vegane Ernährung geht. Also nichts mit Bratwurst, nur veganer Fleischersatz. Warum wollen Veganer eigentlich essen was aussieht und schmeckt wie Fleisch, wenn sie das eigentlich ablehnen? Egal, ich kaufe mir Auberginen im Teigmantel, die mag ich ganz gerne, bevor ich wieder in die Wohnung zurückgehe, wo ich den Tag langsam ausklingen lasse.

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