Reisen mit Bus und Bahn #7

Dieses Mal war Passau mein Ziel. Die Dreiflüssestadt, wo Donau, Ilz und Inn zusammenfließen. Bei Kaiserwetter startete ich um 8:30 Uhr meinen Ausflug. Die Bahnfahrt vom Hauptbahnhof München über Freising, Moosburg, Landshut, Dingolfing, Plattling, Osterhofen und Vilshofen war entspannt. Obwohl der Zug ziemlich voll war, hatte ich einen Fensterplatz ergattert. Es ist einfach schön, im Zuge zu sitzen und die vorbeiziehende Landschaft anzusehen. Man entdeckt dabei so vieles.

Schon immer hat ein weithin sichtbares Baudenkmal bei Landshut meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen: Es ist die Kirche St. Georg in Eugenbach auf dem sogenannten Kirchenberg hoch über dem Isartal. Ich notiere mir im Geiste, dies als eines meiner nächsten Ziele.

Auch das Kernkraftwerk Isar II kurz vor Dingolfing zieht meine Blicke an . Eine riesige Dampfwolke steigt aus dem Kühlturm kerzengerade in den strahlend blauen Himmel. Hier verspüre ich allerdings nicht den Wunsch, das Bauwerk zu besuchen.

Vor Passau führt die Bahnstrecke dann entlang der Donau, auf die man einen grandiosen Ausblick hat und pünktlich um 11:36 fährt der Zug im Hauptbahnhof auf Gleis 1, direkt neben der Haupthalle, ein. Mittlerweile habe ich Hunger bekommen und kaufe mir auf meinem Weg in die Fußgängerzone bei Alis Döner einen – na, was wohl? – einen Döner. Darauf habe ich heute mal richtig Lust. Das typisch gefüllte Fladenbrot schmeckt auch richtig gut und wohl gesättigt setze ich meinen Weg in die Innenstadt und zum Dreiflüsseeck durch die belebte Fußgängerzone fort. Ich freue mich über die vielen kleinen Dinge, die es zu entdecken gibt.

Die Hitze ist stark, so dass ich versuche, mich im Schatten zu halten. Nach dem Paulusbogen gehe ich an die Mauer in einem kleinen Park, von wo aus man über die Donau blicken kann. Am gegenüberliegenden Ufer entdecke ich ein interessantes Haus, das direkt an den Berg gebaut ist.

Auf meinem weiteren Weg strömen mir die Schüler des nahegelegenen Gymnasiums Leopoldinum entgegen. An den fröhlichen Gesichtern erkennt man, dass wohl gerade Unterrichtsschluss ist. Durch die Michaeligasse erreiche ich den Donaukai. Am Kai liegen zwei große Kreuzfahrtschiffe vertäut. Ein Koch bereitet an Deck gerade das Essen für die Gäste. Ganz schön luxuriös, denke ich mir.

Am Berg gegenüber zwischen Ilz und Donau thront stolz die Veste Oberhaus.

Noch ein paar Schritte und ich bin an meinem Ziel, dem Dreiflüsseeck. Ganz erstaunt bin ich, wie viel Sediment der Inn mit sich bringt. Er hat dadurch eine ganz andere Farbe als die Donau. Man kann es auf dem Bild schön erkennen. Links die Donau und rechts der Inn.

Zurück gehe ich am Ufer des Inn entlang bis zum Schaiblingsturm, von wo ich mich wieder der Stadt zuwende, um den Dom St. Stephan zu besuchen. Im Anschluß mache ich mich langsam auf den Rückweg. In einem kleinen Gasthaus, „Zweite Heimat – Burger, Bier & mia!“  in der Brunngasse bestelle ich mir einen Radler. Hoch erfreut bin ich, als ich sehe, dass das Radler von der österreichischen Brauerei Gösser ist. Und noch dazu ist es eiskalt. Ich trinke einfach zuwenig bei der Hitze und so ist meinem Radler kein langes Leben mehr beschieden. Dann, nun schon einigermaßen müde, gehe ich zurück zum Bahnhof, um gleich nach der Abfahrt des Zuges ein kleines Nickerchen zu machen.

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