Reisen mit Bus und Bahn #3

Die Kampenwand in den Ciemgauer Alpen ist mein nächstes Ausflugsziel mit Bus und Bahn. Fast jeder kennt den Spruch: „I foarat gern auf d‘ Kampenwand, wann i mit meiner Wampen kannt“. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, die Kampenwand zu erklimmen.

Vor jedem Ziel steht die Anreise. Die Deutsche Bahn Reiseauskunft schlägt vor, mit dem Meridian von München nach Rosenheim zu fahren und von dort eine 40minütige Fahrt mit dem Bus direkt zur Talstation der Kampenwandseilbahn zu machen. Das gefällt mir nicht, 40 Minuten Busfahrt ist nicht schön. Also ändere ich die Anfahrt und fahre mit dem Meridian bis Prien am Chiemsee und von dort mit dem Regionalzug nach Aschau. Direkt vor dem Bahnhhof besteige ich einen Bus, der mich in wenigen Minuten zur Seilbahn bringt. Gleiche Ankunftszeit wie mit dem Bus aus Rosenheim, aber eine viel schönere Reise.

Als ich aussteige, beginnt es leicht zu regnen. Nicht ermutigend. Ich glaube aber an eine Wetterbesserung und kaufe mir an der Talstation ein Ticket für eine Berg- und Talfahrt. Die 1957 erbaute Kampenwandseilbahn mit ihren 4-Personenkabinen erreicht in 14 Minuten die Bergstation. Dabei überwindet sie einen Höhenunterschied von 841 Metern. Höhenangst sollte man nicht haben, denn die Gondel schwebt streckenweise in schwindelerregenden Höhen.

Als ich die Bergstation verlasse, hat der Regen bereits aufgehört. Direkt vor mir genießen Kühe das Leben am Berg. Mir fällt auf, dass die Kühe Hörner haben, was heutzutage nicht mehr oft zu sehen ist. Man kann die Tiere nur als tiefentspannt bezeichnen.

Ich möchte eine kleine Wanderung unternehmen und entschließe mich die nur wenige Schritte entfernte Sonnenalm außer acht zu lassen und zu der ca. 1,5 km entfernten Steinlingalm zu gehen. Es geht auf einem breiten Weg bergauf und bergab, mit abschnittweise atemberaubenden Ausblicken auf den Chiemsee, dem Ziel entgegen. Nach ca. 35 Minuten erreiche ich die Alm. Mittlerweile schon hungrig geworden suche ich mir einen Platz mit schöner Aussicht. Die Gulaschsuppe, die ich mir kaufe, erfüllt alle meine Erwartungen. Viel Fleisch, Kartoffeln, Karotten und frische Petersilie. Ein Stück Brot rundet das Ganze ab.

Nach dem Essen mache ich noch einen Abstecher zu der 100 Meter entfernten Kapelle der Steinlingalm, bevor ich mich auf den Rückweg mache. Um 14:45 Uhr besteige ich eine Gondel, die mich wieder ins Tal bringt. Ich habe mir schon daheim Rückfahrtmöglichkeiten gesucht, da ich aber auf den nächsten Bus zwei Stunden warten müsste, entschließe ich mich kurzfristig, die 1,6 km nach Aschau zum Bahnhof zu wandern. Dort würde ich schon sehen, was passiert. Tatsächlich steht die Regionalbahn nach Prien am Bahnsteig. Sie fährt wenige Minuten, nachdem ich eingestiegen bin, ab. In Prien bleiben mir noch acht Minuten, um den Meridian nach München zu besteigen, was sich problemlos erledigen lässt. So gestaltet sich die Rückfahrt schneller als erwartet.

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