Reisen mit Bus und Bahn #1

Ich will mal testen, wie es ist mit Bus und Bahn zu reisen. Durch meinen Behindertenausweis mit zusätzlicher Wertmarke reise ich mit fast allen Verkehrsmitteln, außer den Fernzügen gratis. Die 40 Euro, die mich die Wertmarke für ein halbes Jahr kostet, wollen also genutzt werden.

Als erstes Ziel habe ich mir die Fraueninsel im Chiemsee ausgesucht. Los geht es um 9:15 Uhr in Aschheim mit dem Bus 263 nach Riem-Dornach zur S-Bahn. Dauert nur ein paar Minuten und auch die S-Bahn kommt nach wenigen Minuten, am Ostbahnhof umsteigen in den Meridian nach Salzburg. Hier dauert es schon mal etwas länger, nämlich 26 Minuten. Der Zug kommt pünktlich und ich finde einen schönen Fensterplatz in Fahrtrichtung. Je zwei Sitze stehen sich gegenüber, in der Mitte ist ein Tisch. Unter dem Tisch gibt es sogar 220 Volt-Steckdosen. Nicht schlecht. So strecke ich meine Beine aus und genieße die vorbeiziehende Landschaft. Mit dem Zug fahren ist schon sehr entspannt und gefällt mir ausgezeichnet. Es gibt wenige Halte, wenn ich mich recht erinnere nur Rosenheim sowie Bad Endorf, und fahrplanmäßig um 10:52 bin ich in Prien am Chiemsee und verlasse bei Kaiserwetter den Zug. Freudig strebe ich der Haltestelle der Chiemseebahn mit der Dampflok zu, um leider erfahren zu müssen, daß sie noch im Winterschlaf ruht und ihren Betrieb erst am kommenden Samstag aufnimmt. Naja, dann schnell rüber zum Busbahnhof, um die 1,5 km zur Schiffsanlegestelle mit dem Bus zurückzulegen. Der fährt leider erst um 11:45 Uhr. Bei dem schönen Wetter ist das Warten nicht ganz so schlimm, dafür brauche ich dann nicht auf die Abfahrt des Schiffes, das mich zur Fraueninsel bringt, zu warten. Fünf Minuten, nachdem ich an Bord bin, geht es los. Um ca. 12:15 Uhr bin ich auf der Fraueninsel, nach etwas über drei Stunden Gesamtfahrzeit. Nun erledige ich die Aufgaben, die ich mir gestellt habe. Als erstes mache ich mich auf den Weg zu Fischer Lex. Dort kaufe ich zwei Räucherrenken fürs Abendessen heute und eine Fischsemmel zum sofortigen Verzehr. Anschließend geht es zum Inselbräu, einer Wirtschaft mit eigener Brauerei. Dafür habe ich meine schon früher mal erworbene 1-Liter-Flasche mit Bügelverschluss mitgebracht. Ich gehe zur Theke und sage :“Bitte vollmachen“. Mein Wunsch wird gegen Zahlung von vier Euro sofort erledigt. Nachdem ich auch das in meinem Rucksack verstaut habe, finde ich eine Bank im Schatten direkt am Ufer des Chiemsees wo ich mich für die nächste Zeit niederlasse.

Krautinsel, Herreninsel und Kampenwand

Inselbräu

Die Heimfahrt ist ebenfalls angenehm, mit dem Unterschied, dass ich von der Schiffsanlegestelle in Stock-Prien nicht den Bus genommen habe, sondern die eineinhalb Kilometer zu Fuß gegangen bin. Alles in allem ist es eine schöne Erfahrung, man muß allerdings genügend Zeit für die Reise mitbringen, dafür wird der Tagesausflug ein Erlebnis.

Nächste Woche geht es mit dem Meridian nach Salzburg zum Bosna essen. Wer nicht weiß, was eine Bosna ist, dem sei dieser Link empfohlen.

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