Philips Merkur 473

Ich hatte ja schon vor einiger Zeit einen Artikel über mein altes Röhrenradio geschrieben. In der Zwischenzeit waren doch noch einige Reparaturen notwendig und ich habe einen kleinen Film über das Radio gemacht. Es spielt jetzt wieder sehr gut und macht mir an vielen Abenden Freude.

 

Wer an den technischen Details der Reparaturen interessiert ist kann hier eine detailierte Beschreibung lesen:

Als ich das Radio vor vielen Jahren über ebay erwarb, hatte es leider einen für ältere Röhrenradios sehr typischen Defekt. Der 10 nF Koppelkondensator zur Endröhre EL84 hatte einen ohmschen Widerstand bekommen. Das bewirkt eine Verschiebung des Arbeitspunktes der Endröhre, was zur Folge hat das sie mehr Anodenstrom zieht. Sehen kann man das schon rein optisch da das Anodenblech der Endröhre rot glüht. Die dadurch geschädigte Röhre und der Kondensator waren schnell getauscht, aber die Folgeschäden waren nicht mehr zu beheben. Nach einiger Zeit ist dann auch als Folge der Ausgangsübertrager kaputt gegangen. Der Original Trafo war nicht mehr aufzutreiben und so musste ich einen Universaltrafo einbauen. Leider fehlte dadurch die Gegenkopplungswicklung für die NF-Stufe, aber auch eine Wicklung die als Drossel für die Spannungsiebung des Netzteils fungierte. Dadurch war ein, bei abgeregelter Lautstärke nicht zu überhörender, Netzbrumm vorhanden. Das waren aber nicht alle Probleme. Nach einiger Zeit brannte der Netztransformator durch. Auch hier war ein gleicher Transformator nicht aufzutreiben. Der hätte nämlich eine geteilte Sekundärwicklung für den Betrieb der Gleichrichterröhre EZ80 benötigt. So bedeutete der Umbau auch ein entfernen der EZ80 als Gleichrichterröhre. Wenn man nun einen normalen Transformator mit einem Siliziumgleichrichter zur Gleichrichtung verwendet hat man mehrere Probleme. Beim einschalten des Radios hat man, da die Röhrenheizungen noch kalt sind und die Röhren dadurch noch nicht arbeiten eine viel zu hohe Anodenspannung, außerdem ist das Problem des Netzbrumms noch nicht behoben. So entschloss ich mich dazu ein geregeltes Netzteil einzubauen. Das fährt die Anodenspannung nach ca. 15 – 20 Sekunden langsam hoch, zudem ist die Spannung stabilisiert, also niemals zu hoch und das Problem mit dem Netzbrumm ist dabei auch gelöst.

Daneben hatte ich noch das Problem das der Oszillator im UKW Tuner immer wieder aussetzte. Das lag an dem Anodenwiderstand über den die Oszillator- /Mischerstufe im Tuner mit Spannung versorgt wird. Dieser hatte statt den 15 KOhm die er haben sollte gut 27 KOhm. Dadurch war die Anodenspannung natürlich um einiges zu gering. Der  Austausch war nicht einfach da das Teil sehr schlecht zugänglich war und ich den Tuner auf Grund des damit verbundenen Seilzugs nicht ausbauen wollte. Aber ich habe es auch so geschafft und jetzt ist auch dieses Problem gelöst.

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