Wiederentdeckung der Analogfotografie

Mein Sohn Sebastian teilt mit mir das Hobby des Fotografierens. Kürzlich kaufte er sich eine gebrauchte Rolleicord. Da ich ja in jungen Jahren selbst entwickelt und vergrößert hatte, fragte er mich, ob wir die Filme nicht zusammen entwickeln könnten. Ich stimmte sofort zu und so erwarben wir gleich das nötige Zubehör wie Entwicklerdose und Chemikalien.

Zuerst möchte ich nun unsere beiden Analogkameras vorstellen. Zuerst Sebastians Rolleicord.

Ich habe noch meine alte Topcon Super DM. Das gute Stück hat satte 40 Jahre auf dem Buckel. Sie war kürzlich beim Service (Foto-Werkstatt Wiener), um die Abdichtung an der Rückwand zu erneuern. Bei dieser Gelegenheit ließ ich sie gleich komplett überprüfen und kaum zu glauben, sie funktioniert einwandfrei! Ich hatte sie mal vor 25 Jahre an einen Freund verkauft, sie dann aber nach einem Jahr wieder zurückbekommen. Daher rührt die Beschädigung am Sucher, was aber keine optischen Auswirkungen hat. Sie war 1975/76 eine Top-Kamera, sogar mit Autowinder und das zu einem erschwinglichen Preis (ich glaube, es waren um die 6.000 Schilling)!

Die ersten Filme hatten wir schnell belichtet, sodass es ans Entwickeln der Filme gehen konnte. Sebastian verwendete einen neuen Ilford Delta 100 Professional, ich einen Agfa APX Professional bei dem das Ablaufdatum schon zehn Jahre überschritten war.

filmpatrone

Es gelang uns auf Anhieb, obwohl meine letzte Filmentwicklung schon einige Jahre zurück liegt.

Auch unsere Bilder machten uns viel Freude, Sebastian hat die Belichtung mit der Rolleicord noch nicht ganz im Griff, da die Kamera keinen eingebauten Belichtungsmesser hat und ich meinen alten Handbelichtungsmesser nicht hergebe. Aber er ist auf der Suche nach einem ordentlichen Gerät. Hier zwei Bilder von Sebastian:

und hier ein paar meiner Analogbilder:

Zwei Dinge merkten wir schnell. Zum Entwickeln brauchen wir noch ein Netzmittel, um die Wasserflecken beim Trocknen zu vermeiden und wie empfindlich die Filme gegen Staub und Kratzer sind. Man betrachtet die Bilder nach dem Einscannen des Filmes ja auch auf einem 27″-Monitor, damals waren die Vergrößerungen 7 x 10 oder 9 x 13 cm groß, da fiel einiges nicht so sehr auf. Wir sind mit dem Ergebnis unserer Arbeiten sehr zufrieden und werden hier noch einiges tun und erproben.

Nun möchte ich noch einen Vergleich zweier Bilder zeigen. Das eine ist mit meiner Nikon D750 mit SW-Profil gemacht, das andere ist auf Analogfilm mit meiner Topcon zur gleichen Zeit gemacht, nur der Schärfepunkt liegt bei der Analogaufnahme etwas weiter entfernt.

Das 50 mm-Objektiv der Topcon hat ein so schönes Bokeh, das ich auf der Suche nach einem Adapter zu meiner Nikon war. Es gibt jedoch nur einen Adapter mit Linse, was auf Grund der schlechten Qualität leider nicht in Frage kommt.

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