Überraschungen des Tages

Eigentlich begann der Tag recht ruhig. Nach dem Frühstück mit Salzstangen und Liptauer machten wir eine Wanderung über den Weinweg nach Wösendorf. Ein sehr schöner Weg inmitten der Weinberge. Ich habe auch etwas Neues gelernt. Ich dachte darüber nach, was wohl ein Welter- Besteig sein mag, wie ich hier auf vielen Schildern las. Naja, man muss es nur richtig betonen, dann ist es ein Welterbe-Steig, also ein Welterbesteig. Unser Rückweg führte uns dann auf dem Treppelweg entlang des Donauufers zurück nach Weißenkirchen. Wieder in unserer Ferienwohnung angekommen, machte ich ein kleines Mittagsschläfchen, bevor wir uns wieder auf den Weg, dieses Mal zur Dorfkirche, machten. Nach einem kleinen Rundgang in der Kirche setzten wir uns auf eine Bank außerhalb in die Sonne, als der Pfarrer vorbeikam und uns begrüßte. Sabine fragte, eher nicht ganz so ernst gemeint, ob man wohl den Kirchturm besteigen könnte. Der Pfarrer meinte mit einem Lächeln, dass das schon möglich wäre, aber wir müssten ein bisschen was investieren. Wir dachten natürlich sofort monetär, der Pfarrer meinte aber Zeit. Dazu waren wir gerne bereit. Aus der Kirche kam eine kleine Gruppe, für die der Geistliche eine Führung machte und der wir uns anschließen konnten. Allesamt aus Bayern wie wir, und wir erfuhren, dass der Pfarrer ebenfalls aus Bayern, nämlich aus Rosenheim stammt. Er erzählte uns viel Interessantes über die Entstehung und Geschichte der Kirche. Im Anschluss ging es ins Innere der Kirche, wo wir sehr viel über die Bilder und Heiligenfiguren erfuhren. Wenn man alleine durch die Kirche geht, sieht man zwar die vielen Bilder und Figuren, hier aber erfuhren wir, wer die dargestellten Personen sind und welche Symbole sie in Händen halten. Wir lauschten mit Spannung den Ausführungen des Pfarrers, der auch ein sehr guter Redner ist. Auch als ungläubiger Mensch war es faszinierend so viel Neues über die Kirche und den Glauben zu erfahren. Der Höhepunkt kam dann am Ende der Führung. Nachdem wir noch die Orgel hören durften, wurden wir in den Glockenturm geführt. Ein Einblick hinter die Kulissen. Wir bestaunten das alte Uhrwerk des Turmes und es wurde uns die Funktion demonstriert. Ganz oben dann, am Ende unserer Kletterei nach oben, die Glocken der Kirche. Erst vor wenigen Jahren entstand an der großen Glocke, nach einigen Jahrhunderten ein Riss. Es wurde eine Firma in Holland gefunden, die Bronze-Guß schweißen kann, und mit der Reparatur beauftragt. Dazu war es notwendig, die Glocke mit einem riesigen Kran aus dem Glockenturm zu hieven und nach Holland zu transportieren. Das Fenster musste ausgestemmt werden, um die Glocke durchzubringen. War wohl eine ganz schöne Aktion. Wir konnten die Glocken anhören, indem der Pfarrer den Klöppel bewegte und gegen die Glocke schlug. Beeindruckend, der Klang. Nach einem Blick aus dem Turmfenster machten wir uns wieder an den Abstieg. Bevor wir unten ankamen, durften wir noch einen Blick von oben auf das Kirchenschiff werfen, sozusagen auf den Dachboden der Kirche.

Es war ein Erlebnis, dass man normalerweise so nicht bekommt und auch nicht buchen kann. Wir haben uns mit einer Spende an die Kirche beim Pfarrer bedankt.

Den Abend ließen wir dann im Heurigen Denk ausklingen.

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