Schlösser und Burgen

Davon gibt es in Niederösterreich, wo auch die Wachau liegt, sehr viele. Da das Wetter heute durchwachsen war und uns eine Wanderung deswegen nicht angebracht schien, entschlossen wir uns, das Benediktinerkloster Stift Göttweig zu besichtigen. Das Kloster hat eine unglaubliche Größe und thront auf einem Berg am Eingang zur Wachau. Ich denke, es wurde deshalb auf einem Berg gebaut, damit die Mönche Gott näher sein konnten. Über dem Eingang zum Kloster steht das benediktinische „Pax“ – Friede allen Ankommenden. Mit diesem Friedensgruß hieß uns Gottweig willkommen. Göttweig zählt zu einem der ältesten Klöster Österreichs. Seit 930 Jahren arbeiten die Mönche nun schon auf dem Göttweiger Berg. Wir besichtigten die Anlage und verweilten einige Zeit in der sehr schönen Stiftskirche inmitten des Klosterhofes. Im Anschluss gönnten wir uns noch eine Marillenpalatschinke in der Klosterschänke, bevor wir uns auf den Weg zur Burgruine Aggstein machten.

Der Weg dorthin führte uns am rechten Donauufer entlang. Wir kamen auf unserer Fahrt durch den Ort Rossatz, von dessen Campingplatz aus man einen sehr schönen Blick auf Dürnstein hat. Auf diesem Campingplatz habe ich vor Jahren einmal ein paar schöne Tage verbracht. Erinnerungen kamen hoch. Ich verbrachte einige Zeit am Ufer und machte ein paar schöne Fotos von Dürnstein und der Ruine am Berg dahinter, in der einmal Richard Löwenherz gefangen gehalten wurde.

Nachdem wir nach kurzer Fahrt eine schmale Straße mit Steigungen bis zu 20% bezwungen hatten, lag die Burgruine Aggstein vor uns. Die Burgruine ist der Abschluss des höchsten Berggipfels in der Gegend. Nach Kauf der Eintrittskarten tauchten wir ein in eine mittelalterliche Welt. Der Blick von der Burg auf das Donautal ist atemberaubend. Wir spazieren weiter über das Burggelände. Auf dem höchsten Felsen der Anlage wurde die Burgkapelle errichtet. Es ist schon ein beeindruckendes Gefühl, darin zu sitzen und den Altar zu betrachten, wenn man weiß, dass es rundum nur abwärts geht.

Ich erfuhr eine nette Geschichte. Wenn die Ritter im Kampf einen feindlichen Ritter gefangen hatten, behandelten sie ihn meist gut. Man wollte ja auch Lösegeld für ihn bekommen. Meist ließ man ihn sogar in der Burg frei herumlaufen, da laut Ritterkodex Flucht als unehrenhaft galt. Vielleicht war die Zeit doch nicht ganz so dunkel, wie man gemeinhin denkt, zumindest in diesem Aspekt.

Auf unserem Heimweg nutzten wir die Fähre in Spitz, um an das andere Donauufer zu gelangen. Es ist ein schönes Erlebnis, so lautlos und ganz ohne den Einsatz von irgendwelchen Brennstoffen ans andere Ufer gelangen zu können. In der kalten Jahreszeit wird ein Holzofen zum Wärmen der Fahrgast- und Fährmannskabinen benutzt.

Am Abend besuchten wir einen Heurigen des Weinguts Denk. Auf der Tageskarte entdeckte ich zu meiner Freude gebackene Parasol, die ich mir sofort bestellte. Das es noch so etwas Gutes gibtich war begeistert. Ob das Gebäck in der Bäckerei oder das Essen in den Lokalen, es hat einfach sehr hohe Qualität in Österreich, schmeckt gut und die Preise sind bürgerlich.

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