Manche Dinge ändern sich nicht

Zurzeit lese ich gerade zwei englische Bücher. Zum einen Kurzgeschichten von Edgar Allan Poe, geschrieben ca. 1840, und zum anderen von Jack London „The Valley of the Moon“, geschrieben 1913. Bei einem Gespräch mit Freunden, das ich vor kurzem hatte, erzählte ich, dass man beim Lesen dieser Bücher kaum merkt, dass sie schon über 100 Jahre alt sind. Es muss sich daher, meiner Meinung nach, außer den technischen Umständen wenig geändert haben. Zwischenmenschliche Beziehungen, das Streben nach Geld und Anerkennung, der Kampf ums Überleben sind eigentlich gleich geblieben.

Gestern fiel mir nun ein altes Buch mit dem Titel „Radiotechnik für alle“ in die Hände, Copyright 1956. Die Einleitung zu diesem Buch fand ich so passend zu unserer Diskussion, dass ich Sie hier wiedergebe:

Einleitung
   Der moderne Mensch ist durch die Technik im Laufe vieler Jahrzehnte außerordentlich verwöhnt worden. Wir zaubern heute mit großer Selbstverständlichkeit die entferntesten Radiosendungen klangrein und lautstark in unsere Wohnräume und empfangen mit einer staunenswerten Gleichgültigkeit transozeanische Kurzwellensender im fahrenden Auto, ganz zu schweigen von den Wundern des Fernsehens und der allgemeinen Elektronik, die bei der großen Masse des Volkes auch nur noch wenig Staunen erregen. Schade, daß das so ist. Taucht eine technische Neuerung auf, so wundert man sich kaum noch darüber, sondern fragt zunächst einmal, wofür man sie verwenden kann.

Wohl gemerkt 1956. Das könnte in wenig veränderter Form auch die Einleitung zu einem heutigen Buch sein. So ist es mit vielem, ob Zeitungsartikel oder andere Nachrichten, alles wiederholt sich in immer wiederkehrender Folge. Solange man jung ist, merkt man das nicht. Erst im Laufe der Jahre stellt man das fest.

Ich habe noch zwei Fotos von anderen Büchern aus dieser Zeit beigefügt, ich finde die beiden Jungs, sowie die Dame haben ganz lustige Frisuren.

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