Der erste Abend (09.07.12)

Um 15:30 Uhr kam der Vercharterer und Schiffseigentümer zur Übergabe. Die Übergabe war kurz und schmerzlos, die Probleme erkannten wir erst später. Bis 17 Uhr war die komplette Crew, zwei Familien mit je zwei Kindern, ebenfalls vor Ort und wir konnten mit dem Einräumen unseres Gepäcks beginnen. Anschließend haben wir die Bordkasse eingerichtet und drei Leute sind zum Einkaufen in den nahegelegenen Supermarkt gefahren. Mit viel frischen Lebensmitteln und Getränken beladen, kamen sie zurück. Beim Einräumen stellten wir dann fest, dass der Kühlschrank nicht funktioniert. Ich habe den Vercharterer angerufen, er wollte am nächsten Morgen jemand vorbeischicken. Wir haben also alle Sachen im Kühlschrank auf dem nicht benutzten Nachbarschiff verstaut. Nach dieser Aktion waren wir hungrig und sind in einer nahe gelegenen Pizzeria eingekehrt. Wir waren die einzigen Gäste dort und bemerkten leider erst nach der Bestellung, warum. Millionen von Mücken fielen über uns her. Es war nicht auszuhalten, wir haben dann im Stehen gewartet bis unsere Pizzen zum Mitnehmen verpackt waren und sind damit an den Strand gezogen. Aber auch dort Mücken über Mücken. So sind wir mit unseren Pizzen wieder zurück zum Schiff, die meisten von uns hatten sie schon unterwegs aufgegessen. Die eine Familie hatte sich zum Essen in ihr Auto gesetzt, als plötzlich einer der Söhne kam und ganz unbeschwert erzählte, dass die Mama gerade umgefallen sei. Keiner hatte die Nachricht so richtig ernst genommen, bis uns klar wurde, dass es ernst war. Die eilig herbeigerufene Ambulanz war schnell da, die Sanitäterin hatte gleich eine Sauerstoffmaske und zwei Spritzen gegen den vermuteten allergischen Schock durch Mückenstiche gegeben. Die Frau drohte erneut in Bewusstlosigkeit zu fallen und ihr Blutdruck war mit 25:40 in einem mehr als bedenklichen Bereich. Der herbeigerufene Notarzt hat sie mit ins Krankenhaus genommen. Ihr Mann ist mit dem Auto hinterher, die Kinder sind an Bord geblieben. Es dauerte bis Mitternacht, bis die gute Nachricht kam, dass unser Crewmitglied außer Gefahr sein. Erst dann konnten wir alle beruhigt in die Kojen fallen.

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