Kennedy Space Center (27.05.12)

Heute besuchten wir Amerikas Weltraumbahnhof, das Kennedy Space Center, in Cape Canaveral. Das Kennedy Space Center ist ja nicht einfach ein Museum mit alten Raketen, es findet hier auch noch normaler Betrieb statt. Mittlerweile gehört das ganze umliegende Gelände der NASA, die hier neben dem Space Center und dem Raumfahrtbetrieb auch noch ein Wildlife Refuge betreibt. So konnten wir auch zwei Alligatoren und ein Adlernest neben anderen Wildtieren beobachten.

Unsere Rundreise begannen wir im Rocketgarden, wo wir an einer 15 minütigen Tour teilnahmen. Der Guide war sehr humorig und sein Vortrag war wirklich hörenswert. Wir erfuhren, dass bis auf die Saturn V- Raketen alle Raketen davor militärische Raketen waren, auf die man halt statt einem Sprengkörper einen Satelliten geschraubt hat. Der Guide erzählte uns, dass die Russen zu Anfang immer Hunde ins All geschossen haben, die Amerikaner immer Affen. Als man den ersten Amerikaner im All, Alan Shepard, fragte warum er der erste Amerikaner im All war, sagte dieser: „Sie haben wohl keine Affen mehr gehabt“.

Danach bestiegen wir einen der Tourbusse, von denen alle 15 Minuten einer startet. Dieser brachte uns, vorbei am Endmontage-Hangar für die Weltraumraketen, zu einer Aussichtsplattform auf dem Gelände. Man konnte die Busse an jedem Haltepunkt verlassen und in einen der nächsten wieder mitfahren. Von diesem Turm hatte man einen schönen Überblick und konnte auch die anderen Startrampen sehen.

Der erste Höhepunkt unserer Tour war ein Hangar mit einer Saturn V-Rakete. Die Größe dieser Rakete – es ist die größte, die je gebaut wurde – ist atemberaubend. Sie wurden hauptsächlich von deutschstämmigen Wissenschaftlern und Technikern unter der Leitung Wernher von Brauns für die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA im Rahmen des Apollo-Programms entwickelt.Im Anschluss daran sahen wir einen tollen Film über eine der Mondlandungen, bei der auch eine Mondlandefähre von der Decke schwebte. Viele tolle Dinge sind in der Halle ausgestellt, unter anderem ein Stück Mondgestein, das man anfassen konnte. Es war schwarz und die Oberfläche war vollkommen glatt. Ein eigenartiges Gefühl wenn man es berührt.

In einem anderen Raum war ein Kontrollraum aufgebaut und man konnte den simulierten Start einer Rakete mitverfolgen. Alle Lichter auf den Pulten im Kontrollraum wurden mitgesteuert wie auch die Videos auf den Bildschirmen der Techniker, während auf den oberen Bildschirmen der Start der Rakete gezeigt wurde.

Den nächsten Punkt unserer Tour bildete die Simulation eines Startes in einem Spaceshuttle. Nach einem Film zur Vorbereitung wurden wir in die Simulation gebracht. Unsere Sachen mußten wir vorher schon abgeben, jetzt noch Brillen und andere bewegliche Dinge sichern. Dann gab es eine letzte Möglichkeit für die, die doch noch aussteigen wollten, die Hand zu heben, dann ging es los. Es war ein großes Erlebnis. Alles war sehr echt gemacht, mit Video, Instrumenten und allem, was so dazugehört.

Als letzte Station haben wir uns noch einen 45-minütigen Film über die ISS im Imax angesehen. Es war der erste 3D-Film, den ich gesehen habe und die Bilder waren sehr beeindruckend.

Wir verließen das Gelände erst am Abend. Im Hotel angekommen, haben sich meine Helden ins Bett gelegt und schlafen nun friedlich. Muß doch ganz schön anstrengend gewesen sein.

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