OBX (29.04.12)

Was ist denn OBX? Ganz einfach: es ist die Abkürzung für eine vor der Küste von North Carolina gelegene Inselkette. Die Outer Banks haben wegen der vielen Schiffswracks, die davor liegen, auch den Spitznamen “Graveyard of the Atlantic”. Das war das Ziel des heutigen Tages. Die Entfernung betrug ungefähr 180 Meilen und zwei Überfahrten mit Fähren.

Zunächst mußten wir Futter in den Tank unseres Jeeps füllen. Die Preise rund um Wilmington sind nicht gerade als günstig zu bezeichnen, 3,83 Dollar für die Gallone. So haben wir zunächst einmal nur für 40 Dollar eingefüllt, in der Hoffnung, dass es irgendwann wieder billiger wird. Tatsächlich fielen die Preise nach Jacksonville bis auf 3,67 Dollar, worauf hin wir den Futtertank bis oben hin füllten. Die niedrigen Preise hier sind wohl durch das große Marine Corps Base Camp Lejeune bedingt, denn auf unserer weiteren Fahrt stiegen die Preise wieder an.

Ich weiß gar nicht, ob diese Ecke hier noch zum Bible Belt gehört. Aber es drängt sich eine Kirche an die andere. Es ist Sonntag und die Parkplätze rund um die Kirchen sind bis auf den letzten Platz belegt. Von solchen Quoten können die Kirchen bei uns nur träumen.

Wir folgten dem Highway Nr. 70 bis zur ersten Fähre von Cedar Island nach Ocracoke. Außer dem entspannten Fahren auf schnurgeraden Straßen finde ich es auch gut, dass man hier rechts überholen darf. Wenn ein Auto von einer Querstraße einfädelt, fährt es auf die linke Spur und man kann auf der rechten Seite ohne Probleme vorbeifahren. Auf Cedar Island angekommen, begrüßte uns die nette Frau an der Kasse der Fähre mit der Frage: „Habt ihr es eilig?“ Die Fähre war leider gerade abgefahren und die nächste ging erst in einer Stunde. Wir bezahlten 15 Dollar für das Auto und 2 Personen, nicht viel für eine zweieinhalbstündige Überfahrt. Da es kurz nach 12 Uhr war, nutzten wir die Wartezeit für einen Mittagsimbiß aus dem Kofferraum.

Die Fähre brachte uns nach Ocracoke, dem südlichsten Ort auf den OBX. Ein netter Touristenort mit einem schönen Leuchtturm, dem Okracoke Lighthouse, das wir gleich als erstes in Augenschein nahmen. Es ist nicht möglich hinaufzusteigen, aber wir konnten den Leuchtturm unten betreten und ein netter Herr beantwortet alle Fragen. Dazu gab es auf der Wiese nebenan eine Nutria zu bewundern. Diese Tiere wurden aus Südamerika eingeschleppt und stellen wohl eine große Plage dar, wie der Ranger uns erklärte.

Weiter ging es auf der Straße Nr. 12 Richtung Norden. Wir machten noch einen Halt am Hatteras Lighthouse. Ein Leuchtturm mit der beeindruckenden Höhe von 61 Metern und einer langen interessanten Geschichte. Leider waren wir etwas zu spät und der Zugang zum Turm war schon geschlossen. Aber auch von außen ist er sehr beeindruckend anzusehen.

Gegen 8 Uhr erreichten wir unser Hotel in Nags Head. Nachdem wir unser Gepäck im Zimmer gestaut hatten, gingen wir noch zum Abendessen in eine kleine Brauerei, die Outer Banks Brewing Station, kurz OBBS. Das selbst gebraute Bier schmeckte sehr gut und auch über das Essen konnte man sich nicht beklagen.

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