Skiurlaub 2012 – Tag 5

Wir sind heute um acht Uhr aufgestanden, ohne große Eile. Beim Frühstück überlegte Sebastian noch ob er einen zweistündigen Freestyle-Kurs für Snowboard in der Skischule buchen sollte. Doch dann plötzlich hat er es sich überlegt und mich gefragt, ob wir nicht heute auf die Marmolada fahren könnten. Eigentlich war es dafür schon ziemlich spät, aber was solls. Um 9:45 h kam der Skibus und um kurz nach zehn Uhr standen wir auf der Ciampinoi. Los ging es wieder die Sella Ronda gegen den Uhrzeigersinn nach Arabba. Arabba liegt ungefähr in der Hälfte der Sella Ronda, aber ich glaube so rum geht es schneller und Zeit hatten wir keine zu verschenken. Unsere Rechnung war einfach. Die Lifte fahren bis 16:15 also mußten wir um spätestens 13 Uhr auf der Marmolada stehen um die gleiche Zeit für unsere Rückfahrt zu haben. Irgendwann haben wir uns dann gesagt, wenn es mit dem zurückfahren nicht mehr klappt, müssen wir halt irgendwo einen Bus nehmen. Irgendwie werden wir schon zurückkommen. Die Marmolada mußte sein. Von Arabba ist es noch eine sehr lange Fahrt bis Malga Ciapela, wo die Talstation der Bahn auf die Marmolada ist. Einige Berge und eine Talabfahrt sind zu meistern. Um 12:40 standen wir in der Schlange zur Bahn. Noch 20 Minuten bis zu unserer geplanten Umkehr. Ein zurück gab es jetzt nicht mehr. Kurz vor ein Uhr waren wir in der Gondel und nach zweimal umsteigen, jeweils in eine gleich gebaute Gondel, standen wir endlich um 13:15 auf dem Gipfel unserer Sehnsucht. Auf dem Punta Rocca mit 3.264 Metern Höhe. Das Panorama das sich einem hier bietet ist atemberaubend, nicht nur durch die dünne Luft hier oben. Man kann es einfach nicht beschreiben.

Panorama von Punta Rocca, 3264 m

Auf dem Panoramabild sind links Plattkofel und Langkofel zu sehen, in der Mitte die Sella Gruppe, rechts – keine Ahnung.

Lange konnten wir nicht verweilen, dazu war es zu windig und entsprechend kalt. Ab hier begann jetzt unsere Rückreise. Wir fuhren fast alle Pisten von oben bis unten durch, waren sie auch noch so lang. Meine Muskeln in den Schenkeln schmerzten, aber das war nicht zu ändern. Wir beschlossen von Arabba die Sella Ronda in die gleiche Richtung weiter zu fahren. Bis Corvara zog es sich ganz schön. Wir hatten das von unserer letzten Runde nicht so lang in Erinnerung. Es begann ein Wettlauf gegen die Uhr. Geht es sich noch aus oder nicht. Was machen wir wenn die am Grödner Joch die Lifte vor unserer Nase dicht machen? Es ging sich aus, wir hatten sogar noch ein kleines bißchen Luft vor der Dantercepies. Dafür sind wir dann von der Dantercepies erstmals die schwarze Abfahrt zum Abschluß unserer Tour runter gefahren.

Als wir kurz vor 17 Uhr wieder in unserem Hotel waren, sind wir sieben Stunden ununterbrochen auf den Skien gestanden. Ohne Pause. Aber wir sind sehr zufrieden mit uns und mit dem Tag und eigentlich mit allem.

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