Tag 1 in Wolkenstein (12.09.11)

Gestern Morgen sind wir gemütlich vom See Richtung Wolkenstein im Grödnertal in Südtirol gestartet. Zuerst haben wir die B2 genommen und sind über Garmisch, Mittenwald, Scharnitz und Seefeld nach Innsbruck gefahren. Von dort über die Bundesstraße auf den Brenner und dann weiter, immer schön die Autobahn vermeidend, entlang der Eisack (ital.: Isarco) bis Klausen. Von Klausen aus ging es dann Richtung Osten, immer steil bergauf über St. Ulrich und St. Christina bis zu unserem „Hotel Comploj“ in Wolkenstein.

Heute nach dem Frühstück haben wir uns mit zwei anderen Paaren um 9:30 Uhr mit unserem Wanderführer, dem Sohn des Hoteleigentümers, getroffen und sind zunächst  gemütlich bergab zur Talstation der Col Raiser-Bergbahn. Diese brachte uns auf eine Höhe von 2.107 m. Obwohl in der Nacht eine Kaltfront mit starkem Regen durchgegangen war, herrschte herrlichstes Bergwetter: Die Wiesen saftig grün, wie ein Teppich, zum Verweilen einladend. Wir stiegen mit unserer kleinen Gruppe auf schönen Wegen nach oben. Eine kleine Steinkapelle passierend, in der nur ein Mal im Jahr ein Gottesdienst gehalten wird, ging es stetig nach oben. Das Panorama rundum von Lang- und Plattkofel, Rosengarten, Schlern, von dem übrigens kürzlich ein Stück der Spitze abgebrochen ist, zu der sich vor uns aufbauenden Fermeda und der Stevia rechts davon. Der Anblick ist atemberaubend. Nach der Troier-Hütte hielten wir uns rechts, passierten die Pieralongia-Hütte und erreichten bald mit 2.290 Metern den höchsten Punkt unserer Wanderung. Von nun an ging es nur mehr bergab. Wir entdeckten neben einer Kreuzotter, die uns glücklicherweise aber wenig Beachtung schenkte, auch ein Edelweiß und erfuhren, dass die gelben Steinhaufen von Murmeltieren stammen, die sich hier ihre Höhlen gegraben haben.


Nach einer Pause auf der Regensburger-Hütte erreichten wir nach sechs Stunden, müde, aber zufrieden wieder unser Hotel. Es war meine erste geführte Wanderung, und ich habe dabei sehr viel über Berge, Land und Leute erfahren.

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