Meine letzte Woche in Mallorca (06.08.-13.08.11)

Sonntag war guter Wind. Das erste Mal raus mit der neuen Crew. Sechs Frauen und keine war je vorher auf einem Schiff. Gut zu tun für mich. Wir segelten von Porto Pollensa nach Porto Alcudia. Zu unserem Erstaunen war der Hafen voll, nicht ein Platz war mehr frei. Ein Anruf im Club Nautico in Colonia San Pedro brachte das gleiche Ergebnis. Ausgebucht bis auf den letzten Platz. So überlegten wir, zurück nach Pollensa zu segeln, weil wir dachten, da am ehesten noch einen Platz zu finden. Andere Häfen waren sowieso nicht zu erreichen. Bei unserer Ankunft im „Heimathafen“ das gleiche Ergebnis. So blieb uns nichts anderes über, als in der Bucht von Pollensa vor dem Hafen zu ankern. Bei dem auffrischenden Wind mussten wir Ankerwache gehen. Das bedeutete, alle zwei Stunden sitzen zwei andere von der Crew draußen und achten darauf, ob der Anker hält. Am Montag musste ich im Hafen von Pollensa in der dortigen Werft das Schiff am Travellift aus dem Wasser heben lassen, um etwas zu kontrollieren, was möglicherweise nicht in Ordnung war. Nachdem das Schiff am Kran hing, sahen wir, dass es kein Problem gab. Dann haben wir noch im Mast unter der ersten Saling etwas gesehen, das wie ein Riß im Mast aussah. Zudem dachten wir, dass zwei Nieten am Saling-Beschlag fehlen würden. Nachdem ein Mann von einer Mastfirma hochgeklettert war, gab es auch hier Entwarnung. So wäre alles gut gewesen, doch mittlerweile hatte der Wind im Hafen bereits auf vier bis fünf Beaufort zugelegt. Der Chef der Werft erlaubte uns, natürlich gegen Bezahlung, neben dem Travellift festzumachen und da zu übernachten, denn im Hafen gab es noch immer keinen Platz.

Heute, Dienstag, 9. August 2011, am Morgen den Wetterbericht geholt. Leider keine guten Nachrichten. Heute fünf bis sieben Windstärken, morgen soll es noch schlimmer werden. Also müssen wir noch zwei Tage hier bleiben, diese Windstärken sind mit Nicht-Seglern zu gefährlich. Dazu kommt, dass alle Häfen voll sind und wir in einer Bucht ankern müssen. Wir beschließen schweren Herzens zwei weitere Hafentage. Die beiden Tage haben wir mit verschiedenen Ausflügen ganz gut genutzt.

Donnerstag früh konnte es dann endlich wieder losgehen. Wir segelten bei gutem Wind in die Bucht S’Agulla wo wir die Nacht vor Anker verbrachten. Am Freitag ging es dann zurück nach Porto Pollensa, leider ganz ohne Wind. Nur die letzten paar Meilen konnten wir noch segeln.

Nun sind drei Wochen segeln in Mallorca auch schon wieder zu Ende. Morgen früh heißt es um vier Uhr raus und auf den Weg zum Flughafen machen, was einmal quer über die Insel zum Flughafen nach Palma bedeutet, denn mein Flug startet um 08:40 Uhr.

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